25. Dezember 2013

Foto Basics: Blende (Aperture)

Heute möchte ich mit einer kleinen neuen Reihe starten. Diese Reihe ist für die Anfänger der Fotografie gedacht. Ich möchte euch in Wort und Bild die Basics näher bringen. Im Grunde das erste drittel eines jeden Fotobuchs. Diese Basics sollte man wie ich finde kennen und bewusst bei seinen Fotografien einsetzen.

Als ersten Schritt möchte ich euch etwas über die Blende (Aperture) erzählen ohne zu technisch zu werden. Die Blende zum Beispiel f/8 gibt an wie weit das Objektiv geöffnet ist und somit wie viel Licht durchs Objektiv durch kommt. Je kleiner der Blendenwert zum Beispiel f/2.8 desto größer ist die Öffnung. Daher ist es günstig ein Objektiv zu haben das sich möglichst weit öffnen lässt. Bei Objektiven ist deshalb auch immer die maximale Öffnung der Linse angegeben Beispiel Canon EF 24-70mm f/2.8 L IS USM. Oft gibt es auch Angaben wie Canon EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6. Hier ist die Blende mit f/3.5 bis f/5.6 angegeben. Das bedeutet das die Blende nicht durchgängig ist. Bei kleineren Brennweiten also im Weitwinkel hat man eine Blende von f/3.5 im Telebereich dann nur noch eine Blende von f/5.6.

Was bedeutet das nun für mich? Es gibt so genannte Blendenreihen. Die Reihe geht auszugsweise wie folgt 2, 2.8, 4, 5.6, 8, 11 ... Bei jedem Schritt halbiert sich das Licht das auf den Sensor auftrifft. Wenn ich also bei einer Blende von 2.8 eine Sekunde belichten musste um eine "perfekt" belichtetes Bild zu bekommen, muss ich bei Blende 4 zwei Sekunden belichten. Wer also in einer dämmrigen Umgebung ist kann durch Öffnen der Blende die Verschlusszeit reduzieren. Das braucht man oft um verwacklungsfreie Bilder zu bekommen.

Was für den "künstlerischen" Einsatz noch viel wichtiger bei der Blende ist, ist die sogenannte Tiefenschärfe (Deep of field) Je weiter die Blende geöffnet ist, desto kleiner ist der Schärfepunkt. Zur Veranschaulichung habe ich am Ende des Artikels eine Blendenreihe eines Motives aufgenommen. Daran erkennt man sehr schön wie das Hauptmotiv in allen Fotos scharf ist, aber die Bereiche vor und hinter dem Motiv bei großer Öffnung (kleine Blendenzahl) unscharf sind und bei kleinerer Blendenöffnung (höherer Blendenzahl) schärfer werden. Die Zeit der Belichtung habe ich auch mal dabei geschrieben damit man sieht das die Verschlusszeit sich von Blende zu Blende verdoppelt.

f/2.8; 1/5s; ISO800

f/4; 0,4s; ISO800

f/5.6; 0,8s; ISO800

f/8; 1,6s; ISO800

f/11; 3,2s; ISO800

f/16; 6s; ISO800

f/22; 13s; ISO800

f/32; 25s; ISO800

Anzumerken ist noch das man bei den Kameras nicht unbedingt das auf dem Bild bekommt was man vorher im Sucher oder auf dem Bildschirm gesehen hat. Die Kamera zeigt das Bild mit offener Blende an damit möglichst viel Licht einfällt. Um die Tiefenschärfe zu kontrollierten bieten hier gerade viele Spiegelreflex Kameras einen Knopf zur Kontrolle an. Schaut diesbezüglich bitte in eurer Anleitung nach.