17. Februar 2014

Hands On: Manfrotto BeFree

Ende April werde ich ein Fotoreise nach Istanbul machen. Dazu fehlte mir noch ein handliches Reisestativ. Bis jetzt hatte ich das Manfrotto 055XPROB Die Manfrotto 055 Serie ist eine sehr gute Serie aber mein Stativ mit einem Packmaß von 65,5cm ohne Kopf ist nicht für die Reise geeignet.

Ich habe mich also auf die Suche nach einem Stativ gemacht das möglichst klein, möglichst leicht, möglichst stabil und eine möglichst hohe Arbeitshöhe hat. Ich muss sagen Mission Impossible, zu mindestens bezahlbar. Bei einem Reisestativ muss man schon ein paar Abstriche machen, aber damit hatte ich kein Problem da ich ja noch das Manfrotto 055 Stativ habe das ich überall dahin mitnehmen kann wo ich mit dem Auto hin komme.

Ich habe mich also auf möglichst klein und möglichst hohe Arbeitshöhe begrenzt. Möglichst kleines Packmaß um es in einen Koffer und an eine Fototasche zu bekommen, und möglichst hohe Arbeitshöhe um auch mal über einen Zaun oder Strauch zu kommen.

Mir sind dabei ein paar China Produkte über den Weg gelaufen. Sie haben ein kleines Packmaß eine angenehme Arbeitshöhe, ein Stativbein das man als Einbeinstativ verwenden kann. Aber irgendwie haben sie auf mich mit den fünf Auszug-Segmente einen wackeligen Eindruck gemacht ohne das ich eines in der Hand halten könnte. Es gibt sie bei Amazon um die 120€ ohne Kopf.

Irgendwie konnten sie mich nicht überzeugen und plötzlich bin ich übers Web auf das Manfrotto BeFree gestoßen. Es hatte vieles was ich bei einem Reisestativ erwarte.




Mit einem Packmaß von 40cm mit Kopf passt es in jeden Rucksack rein. Ich kann es an meinen Fotorucksack schnallen, im Koffer transportieren und auch mal in der Hand auf einer kurzen Tour mit mir rum tragen. Der Clou ist das die Beine im Geschlossenen zustand die Mittelsäule und den Kopf in die Mitte der Beine nehmen. So kann man es transportieren ohne den Kopf abschrauben zu müssen. Dadurch ist es auch schnell aufgebaut und einsatzbereit.

17mm; f/8; 13s


Im voll ausgebauten Zustand hat es eine Höhe von 144cm. Ich bin zwar sehr durch mein 055xProB verwöhnt was Arbeitshöhe angeht, aber man muss halt Kompromisse machen und Dank Klappdisplay und Winkelsucher ist 144 cm eine angenehme Arbeitshöhe. Wenn man dann die Mittelsäule unten lässt für mehr Stabilität ist man immer noch bei 123 cm.



Hervorheben kann man auch noch das das Stativ bei dem geringen Packmaß und angenehmer Höhe nur 4 Auszug-Segmente hat. Das macht es relativ Stabil. Bei nicht sehr windigen Wetter bekommt man locker eine Aufnahme von mehreren Minuten hin.

17mm; f/16; 104s

Was etwas unterdimensioniert erscheint ist der Kopf. Den Kugelkopf muss man schon ordentlich fest anknallen wenn man ungünstige Winkel einstellen möchte. Aber mit meiner "Canon EOS 70D" und dem recht schwereren "Canon EF-S 17-55mm f/2.8 IS USM" Objektiv war es kein Problem eine Langzeitbelichtung zu machen. Bei einem "70-200mm f/2.8 IS USM" wäre ich aber vorsichtig ob der Kopf reicht. Die maximale Belastung ist mit 4 kg angegeben.



Eine Carbon Fassung des Statives gibt es zur Zeit nicht aber mit 1,4 kg Eigengewicht ist es leicht genug um einen Tag mit sich rum zu schleppen. Ich hatte es bei einem Photowalk in Böblingen dabei und war erleichtert nicht mehr das 2,4 kg schwere 055xProB mehr rum schleppen zu müssen.

17mm; f/16; 15s

Das Stativ gibt es zur Zeit für um die 150€ bei Amazon mit Kopf und Tasche. Das ist ein sehr vernünftiger Preis für ein gut verarbeitetes Stativ. Man bekommt alles was man braucht und kann damit sofort los legen, bzw reisen.