13. Mai 2014

Eine Foto-Reise nach Istanbul - Der erste komplette Tag

Vom 29.4. bis 4.5.2014 war ich zusammen mit einer kleinen Reisegruppe von 6 Personen in Istanbul. Unter der Organisation von Hayrettin Bilgin sind wir aufgebrochen um diese wunderschöne Metropole mit mehr als 14 Millionen Einwohnern zu erkunden.

Der erste Tag war eigentlich der Dienstag der 29.4. Leider sind wir aber mit dem letzen Flieger nach Istanbul geflogen so das ich diesen Tag nicht wirklich als ersten Tag werten kann. Ich wäre eigentlich lieber viel eher mit einem der ersten Flüge los um am ersten Tag die Gegend erkunden zu können. So sind wir sehr spät in Istanbul im Hotel angekommen. Da unser Hotel aber unmittelbar neben der Hagia Sophia und der Blauen Moschee lag, konnten wir uns zu mindestens diese beiden Gebäude bei Nacht noch kurz anschauen. Begleitet von einem Rudel Hunde gingen wir also in der noch fremden Stadt etwas herum mit großer Freude auf den ersten kompletten Tag in Istanbul.



Der erste Tag startete bei mir um 5:30Uhr. Kurz vor Sonnenaufgang quälte ich mich aus dem Bett. Von unserer Gruppe war ich der einzige der es so früh geschafft hat. Selbst der Nachtportier des kleinen Hotels schlief noch. Nach dem ich ihn geweckt und er mir die Tür des Hotels geöffnet hatte konnte ich nun endlich los die Stadt zu erkunden. Mein erstes Ziel diesen Morgen war wieder die Hagia Sophia und die Blaue Moschee.


Ein toller Anblick früh Morgens auf diese beiden Gebäude die direkt nebeneinander liegen. Und das schöne war, dass so früh am Morgen die Plätze noch fast leer von Touristen war. Nur ein paar andere fleißige Japaner waren schon am knipsen. Nach ein paar Minuten habe ich dann doch noch Gesellschaft von einem Mitreisenden aus unserer Gruppe bekommen. So waren wir diesen Morgen so früh zu mindestens zu zweit unterwegs der Rest der Truppe noch in den Federn wissend.

Nach dem kleinen Ausflug in der Früh ging es dann zurück zum Frühstück ins Hotel wo wir den Rest der Gruppe wieder getroffen habe. Mit einem großen Fragezeichen was der Tag genau bringt ging es dann los ausgerüstet mit Kamera und Stativ.

Erster Anlaufpunkt war die Wasserzisterne, ein Gebäude auf das ich mich schon sehr gefreut hatte, nach dem ich es in meinem Reiseführer entdeckt habe. Leider wurde pro Person für die Stativ Benutzung 200 Lira (~70€) verlangt. Das war uns zu viel. Schade das mein Bohnensack im Hotelzimmer lag. So musste ich die Kamera auf dem Boden balancieren, was aber auch ganz gut ging.


Der nächste Anlaufpunkt war die Hagia Sophia, aber auch hier gab es Ernüchterung. Wir hätten zwar ein Stativ verwenden dürfen aber pro Bild, dass wir gemacht hätten, wollten die Offiziellen 20 Lira haben und da in der Hagia Sophia ein Gerüst stehen sollte, haben wir das erstmal nach hinten verschoben und sind rüber zur Blauen Moschee.

Hier hat es dann nun endlich geklappt und wir durften nicht nur mit unserem Stativ Fotos in der Moschee machen sondern auch auf die Empore und in dem Raum der für die Gläubigen reserviert war. Ein toller Moment hoch über den vielen Touristen stehen zu können und in Ruhe Fotos machen zu können.


Weiter ging es dann über den großen Basar. Es war ganz nett den Basar zu besuchen, aber die Geschäfte haben sich dann auch schnell wiederholt. So dass wir dann auch nicht jede Straße abgelaufen sind sondern nur eine kleine Runde gedreht haben. Aber für ein paar Schnappschüsse war dieser Ort sehr nett.


Weiter ging es zur zweiten Moschee an diesem Tag die Süleymaniye Moschee. Auch hier durften wir wieder wie in der Blauen Moschee auf die Empore um unsere Bilder zu machen und wir durften auch wieder in den Gebetsraum. Außerdem hatten wir die Chance beim Gebet zuzuschauen, zwar von ganz hinten aber wir haben so zu mindestens einen kleinen Eindruck von der fremden Religion bekommen können. Ein klasse Ereignis.


Am Abend sind wir dann in ein sehr schön gelegenes Cafe eingekehrt. Mit einem Wahnsinns Ausblick auf den Bosporus haben wir bei Tee auf den Sonnenuntergang und die blaue Stunde gewartet. Es wurde zwar immer Kühler und wir hatten unsere Jacken im Hotelzimmer, aber wir haben es trotzdem so lange ausgehalten bis die Lichter der Stadt erleuchteten. Ein großes Highlight für mich an diesem ersten Tag.


Nach einem wunderschönen Morgen auf leeren Plätzen die sonst mit Touristen voll gestopft sind, hoch über den Köpfen der Touristen in den Moscheen und einem Cafe das wohl kein Tourist finden wird, sind wir dann am späten Abend im Hotel wieder angekommen. Platt aber voller Freunde auf den nächsten Tag, wieder mit der Ungewissheit was einem überhaupt erwarten wird.